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Endosonographie
Eine Aussage über das Tiefenwachstum des Tumors und auch über den Lymphknotenstatus um des Mastdarm liefert der endorektale Ultraschall. Der 1,5 cm im Durchmesser haltende Ultraschallkopf kann ohne wesentliche Beschwerden zu verursachen durch den Anus bis zu der Veränderung vorgeschoben werden. Dieser liefert entsprechende Querschnittsbilder von der Darmwand und den umgebenden Strukturen. Reflexionen an den einzelnen Schichten der Darmwand erlauben eine sichere Aussage über die Eindringtiefe des Tumors mit einer Sensitivität und Spezifität von über 90 %. Auch ein potentieller Lymphknotenbefall kann beurteilt werden, wobei die Genauigkeit hierbei zwischen 68 und 80% liegt.
Computertomographie
Bei fortgeschrittenen Tumoren ist eine Computertomographie mit Kontrastmittel (oral, intravenös und rektal) oder auch eine Magnetresonanztomographie zur Beurteilung der Beziehung des Tumors zu den benachbarten Strukturen, wie Blase, Samenbläschen, Prostata, Kreuzbein erforderlich.
Excisionen im Analbereich
Auffällige Befunde im Analbereich müssen nach sorgfältigen Inspektion und endoskopischer
Untersuchung einer Probeentnahme zugeführt werden.
Vorsorge
Da das Risiko für ein Rektum- und Analkarzinom ab dem 40. bis 50. Lebensjahr zunimmt sollte als Vorsorgejährlich eine digital-rektale Untersuchung stattfinden. Mit dieser einfachen Untersuchungsmethode kann bereits 1/3 der Tumore erkannt werden. Eine Untersuchung von drei Stuhlproben auf okkultes (verstecktes, mit dem Auge nicht zu erkennen) Blut sollten alle ein bis zwei Jahre erfolgen. Ab dem 50. Lebensjahr wird eine vollständige Darmuntersuchung, am besten endoskopisch alle 5-10 Jahre empfohlen.
Entsprechend ihrer ursächlichen Bedeutung muss chronischen Infektionen im Analbereich besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zu oft werden Hämorrhoiden als Ursache der Beschwerden angenommen und die Bedeutung der Beschwerden unterschätzt, sodass die richtige Diagnose oft erst mit deutlicher Verspätung gestellt werden kann.
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