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Zur Lokalisation von Blutungen wird ein selektives Gefäßröntgen der versorgenden Schlagader (Angiographie) durchgeführt. Erwähnt werden sollte hier auch eine nuclearmedizinische Untersuchung, die Szintigraphie. Die Erfolgsrate ist jedoch von der sofortigen Verfügbarkeit dieser beiden Untersuchungsverfahren, sowie von einer entsprechend hohen Blutungsaktivität abhängig.
Im akuten Stadium wird von einer endoskopischen Abklärung eher Abstand genommen, da eine Luftinsufflation vermieden werden sollte. Bewährt hat sich die Endoskopie zum Ausschluss einer bösartigen Erkrankung im freien Intervall 3 bis 6 Wochen später. Da sich die Veränderungen auch hauptsächlich um den Dickdarm herum und nicht im Inneren finden, ist die Endoskopie der radiologischen Diagnostik zumeist unterlegen. So zeigen sich bei der Coloskopie lediglich die Divertikelöffnungen in einer geröteten Schleimhaut bei einem enggestellten und oft nicht passierbaren Sigma.
Lediglich bei der massiven Divertikelblutung wird die Coloskopie routinemäßig primär eingesetzt. Auch wenn eine endoskopische Blutstillung endoskopisch eher selten möglich ist, so gelingt es in den meisten Fällen den Ort der Blutungsquelle einzugrenzen, wodurch ein möglicherweise notwendiger chirurgischer Eingriff erleichtert wird.
So hat sich bei den gastrointestinalen Blutungen folgendes Vorgehen bewährt: Coloskopie, Versuch der coloskopischen Blutstillung und konservative Therapie, wenn diese versagt, Laparotomie, intraoperative Darmspülung nochmalige Coloskopie, damit Lokalisation der Blutung und Resektion.
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