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Coloskopie

Coloskopie Die diagnostische Coloskopie ist die genaueste Untersuchung des Dickdarmes. Entscheidend für die Aussagekraft der Untersuchung ist die Darmvorbereitung. Für eine Untersuchung des Mastdarms genügen bis zwei kleine Fertigeinläufe vor der Untersuchung.
Eine vollständige Darmspiegelung erfordert aber eine komplette Darmreinigung. Dies kann durch spezielle Trinklösungen (z.B. Klean Prep) oder abführende Medikationen (z.B. X-prep) erreicht werde.

Die Vorbereitung

X-prep: ab 2-3 Tage vor der Untersuchung sollten nur noch leicht verdauliche Nahrungsmittel zugeführt werden (der Beipacktext gibt genaueste Hinweise). Am Vortag wird das Abführmittel eingenommen und die Nahrung weitgehend auf Flüssigkeit reduziert. Vor der Untersuchung sind zumeist noch 2 kleine Fertigeinläufe erforderlich. Da die Wirkung oft rasch und unvermittelt einsetzt ist eine entsprechende Schonung bei der Vorbereitung ratsam.

Klean Prep: 2,5-4 Liter der Trinklösung reichen zur weitgehenden Reinigung aus. Je nach der individuellen Fähigkeit, Flüssigkeit zu sich zu nehmen, benötigt man dafür 4-36 Stunden. Üblicherweise sind 12 Stunden Vorbereitung ausreichend. Zuvor müssen die Ernährungsgewohnheiten nicht eingeschränkt werden. Ab Beginn der Trinklösung sollte nur noch getrunken und auf feste Nahrungsmittel verzichtet werden. Die Trinklösung schmeckt nach Vanille und wird kalt am besten vertragen. Die abführende Wirkung wird durch die osmotische Wirksamkeit erklärt. Da die Lösung selbst nicht verdaut wird entfernt sie alle festen Bestandteile aus dem Darm. Die Wirkung ist meistens besser und Darmkoliken sind viel seltener als bei anderen Abführmittel. Außerdem sind keine Einläufe notwendig.

Die Untersuchung erfolgt in einer linken Seiten- oder Rückenlage

Das Endoskop wird durch den Anus eingebracht und vorsichtig vorgeführt. Meist bestehen bereits im Mastdarm einige Windungen über die das Gerät bis zu einer S-förmigen Schlinge (Sigma) im linken Unterbauch vorgeschoben wird. Durch die Nähe zur Blase und den inneren Genitalorganen der Frau sind hier Verwachsungen möglich, die unter Umständen die Untersuchung behindern können. Dann wird das Coloskop entlang der linken Flanke bis unter die Milz geführt. Hier schwenkt der Darm, oft engwinkelig um und zieht quer durch den Oberbauch bis zur Leber/Gallenblasenregion. Nach einer weiteren Kurve kann das Gerät bis zur Einmündung des Dünndarmes in den Blinddarm gebracht werden. Da einige Erkrankungen auch eine Untersuchung der letzten Dünndarmschlinge erfordern, kann das Endoskop sogar durch die Endklappe des Dünndarms weiter geführt werden. Während der Untersuchung ist unter Umständen ein Lagewechsel hilfreich, außerdem kann die assistierende Schwester durch einen leichten Gegendruck mit ihren Hände zur Führung des Gerätes beitragen.

Polypen, das sind gestielte Gewebewucherungen, können bei der Untersuchung mit Schlingen abgetragen und anschließend untersucht werden. Mit neuen hochauflösende Geräte (magnifying view) wird sogar bereits die Dignität (Unterscheidung von gutartigen zu bösartigen Geschwülsten) festgestellt.

Wie belastend ist eine Coloskopie?

Während der Untersuchung ist bei Bedarf die Verabreichung eine "Beruhigungsspritze" erforderlich. Da diese Wirkung länger anhalten kann, ist eine Begleitung für den Heimweg wünschenswert. Über einen eigenen Monitor können die Patienten die gesamte Untersuchung verfolgen. Dies ist nicht nur interessant, sondern auch entspannend, da die Patienten von den begleitenden Blähungen etwas abgelenkt werden.

In Einzelfällen kann die Untersuchung nicht vollständig durchführt werden. Bei starken Verwachsungen nach großen Operationen oder nach wiederholten Entzündungen im Unterbauch sind die Schlingen derart gelagert, dass ein Vorführen nicht möglich ist. Wenn die Untersuchung zu Schmerzen führt, sollte Sie besser abgebrochen und durch ein Darmröntgen ergänzt werden.

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